Coming home

Schwere. Trauer. Wut. Gedämpftheit. Fern von jeglicher Euphorie und Freude. Ouh ja…

Mein Körper spricht mit mir. Und nicht nur der. Es ist meine Seele. Ich komme vom Weg ab. Von meinem Weg.

Ich bin so verstrickt und verkantet mit all meinen Glaubenssätzen. Sie sind wie die lästige Begleitung zu meiner eigenen Filmregie, die ich einfach nicht los werde. Sie sind wie erdrückende Dämonen, die es sich mit dreckigen Gedanken in meinem Oberstübchen namens Köpfchen gemütlich machen. Eingehüllt von immer wiederkehrenden Gefühlen. Alle haben einen Gewohnheitsvertrag. Ein perfekt eingespieltes Team. Ein Team, das mit ihren breiten Ärschen eingesessen auf dem Sofa kluckt.

Ja, ich betrachte mein Team. Irgendwie ist es mir auch vertraut. Nur habe ich genug davon. Es wird Zeit sie zur Supervision zu schicken. Auch wenn ich ihnen am liebsten Feuer unter den Hintern machen will, sind sie nun mal ein Teil von mir.

Ich kann euch sagen. Es ist so furchtbar anstrengend allem gerecht werden zu wollen. Der Arbeitsagentur. Der Familie. Den Freunden. Vieles davon spielt sich in meinem Kopf ab. Vielleicht ist der Glaubenssatz so etwas wie: Tu das, was die Leute für richtig halten und du wirst geliebt und akzeptiert. Und du hast deinen Frieden. Ziemlich traurig, wenn es in meinen Beziehungen wirklich zutreffen würde. Ja der weise und liebevolle Anteil in mir weiß auch, dass dieser Glaubenssatz nicht stimmt. Der ist eben fest verankert. Zeit ihn zu transformieren. Diesen Bullshit.

Naja, eins steht fest. Die Arbeitsagentur schert sich nicht um persönliche Träume. Da geht es um Zahlen. Zack zack rin in Sack. Nur eines muss gesagt werden. Mein Vermittler gehört zur menschlichen Sorte. Zitat: „Ich möchte kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander.“ Dafür darf ich dankbar sein.

Ich habe für mich erkannt, wenn ich all diese oben beschriebenen Gefühle erlebe, dass ich es allen recht mache, nur nicht mir. Ich erlebe Verwirrung und Verzweiflung, wenn ich meiner Herzensstimme nicht folge und treu bleibe. Ich denke daran was Jim Carrey aus eigenen Depressionserfahrungen heraus gesagt hat: „Depression is your avatar telling you it’s tired of being the character you’re trying to play.“ Ich habe die Vorstellung, dass wir uns damit furchtbar traurig machen können, ja sogar krank, wenn wir versuchen jemand zu sein, der wir in Wahrheit nicht sein wollen. Wenn wir aufhören unserem Bauchkribbeln, der ekstasischen Euphorie zu folgen, uns klein halten und uns den Horizonten der ANDEREN anpassen.

Ich fahre gerade zu meinen Großeltern und komme von einem absoluten Herzenstreffen zurück. Ich höre „Coming home“ von John Legend. Das ist einer dieser Momente, wo das Lied meinen ganzen Körper bis zu meiner Seele durchdringt und mich berührt. Der Moment, wo ich gerade gern mit mir zusammen bin und ich wissen will was mein Herz mir sagt. Was meine Seele auf dieser Welt beitragen will. Ich entwickle die Neugier eines Kindes. Ich will nur meine Weisheit hören und keine andere. Nur meine Stimme zählt. Und nur meine Stimme und mein Weg wird mich dort hinführen, wo sich mein Wesen genauso entfalten kann, dass es vor Glücklichsein und Erstaunen übersprudelt. Dort, wo ich sage: Ja darauf hättest du die ganze Zeit vertrauen dürfen. Und ich weiß an diesem Ort habe ich die Macht über mein Leben. Ich erschaffe es selbst und ich lasse mich von meiner Freude führen und nicht von alt eingesessenen Glaubenssätzen leiten. Und so wie eine meiner allerschönsten und wundervollsten Freundinnen sagt: Alles hat seinen Sinn. Dass genau jetzt so viel Licht auf meine Schatten geworfen wird, heißt, dass ich all den Ballast loslassen und transformieren darf.

Und du schöner Mensch, der das gerade liest. Ich bin zwar Frischling. Jedoch will ich dir mit diesen Zeilen sagen, dass du ganz allein weißt was gut für dich ist. Und du darfst dir selbst vertrauen. Und niemand auf der Welt hat das Recht dir deinen Weg vorzuschreiben oder dir zu sagen, was scheinbar richtig für dich ist. Nur weil alle in deiner Familie, all deine Freunde und Bekannten schon immer so gehandelt haben, heißt es nicht, dass es für dich richtig ist. Nur weil dein Traum bzw. dein Weg anders ist, heißt es nicht, dass er nicht richtig und wichtig ist! Nur weil es alle so machen, heißt es nicht, dass du es genauso machen musst!

So und jetzt lass uns den Glaubenssätzen bei den Eiern greifen und uns das Leben richtig reinziehen.

In Liebe Inspiralu.

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